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Kastrieren, um dem Leiden ein Ende zu
bereiten
Viele Leute erfreuen sich an dem Zusammenleben mit Hund oder
Katze, die bereits vor etwa 5000-10.000 Jahren zu tierischen Mitbewohnern
wurden. Über die Jahre haben Menschen die Entwicklung durch Zucht
dahingehend manipuliert, dass bestimmte körperliche Eigenschaften
hervorgehoben wurden, wodurch die verschiedenen Hunde- und Katzenrassen
entstanden, die wir heute kennen. Durch das Domestizieren wurden die Tiere
jedoch aus dem Ökosystem herausgenommen, und ihre Fortpflanzung wird nun
nicht mehr länger auf natürliche Weise durch Raubtiere oder den
Lebensraum reguliert. Daraus resultiert eine Übervölkerung, die ein
weiträumiges Kastrieren erforderlich macht.
Der
tragische Kreislauf
In deutschen Haushalten leben ca. 7 Millionen Katzen und 5,5 Millionen
Hunde. Zu viele bekommen Nachwuchs, weil die Leute, denen sie gehören,
ihrem Hund oder ihrer Katze die "Erfahrung" gönnen, einmal
Junge zu bekommen, oder weil sie wollen, dass ihre Kinder einmal
Augenzeuge des "Wunders des Lebens" werden.
Was auch immer der Grund für den Nachwuchs sein mag, das Angebot an
Katzen und Hunden übersteigt bei weitem die Nachfrage. Ungewollte Tiere
werden dann oft als Plage empfunden und auch so behandelt. Ertränkte Kätzchen
und ausgesetzte Hunde sind an der Tagesordnung. So ergaben Recherchen,
dass mehr als 70.000 Katzen jährlich ertränkt, erschlagen oder zu Tode
gequält werden. Manche Leute setzen ihre Tiere in ländlicher Gegend aus,
weil sie hoffen, dass sich dort jemand ihrer annimmt oder die Tiere sich
selbst versorgen können. Aber oft werden diese Tiere grausam behandelt, müssen
hungern und frieren, leiden an Krankheiten, werden überfahren oder für
Versuchslabors eingefangen, oder sie vermehren sich weiter unkontrolliert.
Allein 250.000 Tiere werden pro Jahr in Deutschland in Wald und Feld
abgeschossen. Ebenso viele fallen dem Straßenverkehr zum Opfer.
Selbst wenn der eine oder andere für seinen Wurf Katzen oder Hunde ein
Zuhause finden mag, so geht doch der Übervölkerungskreislauf weiter,
wenn auch diese Tiere wiederum Nachwuchs bekommen. Nimmt man z.B. an, ein
Katzenpaar bekommt im Jahr zweimal Nachwuchs und jeweils 3 Kätzchen pro
Wurf überleben, dann ergibt dies nach 10 Jahren über 80 Millionen Kätzchen!
Die Plätze, die von gezüchteten Tieren eingenommen werden, hätten einem
der bereits geborenen, herrenlosen Tiere ein Zuhause gegeben. Die
Tierheime in Deutschland platzen aus allen Nähten und nicht Wenige befürchten,
dass wir bald Verhältnisse wie in den USA bekommen. So bekommen Tierheime
in den USA z.B. jährlich ca. 27 Millionen Tiere. Diejenigen, die nicht
binnen einer Woche vermittelt werden können, - ca. 17 Millionen von ihnen
- werden entweder durch eine Injektion oder mittels unwünschenswerter
Methoden wie Kohlenmonoxyd oder Unterdruckkammer getötet. (1) In vielen
Gebieten ist es gestattet, Tiere an Tierversuchslabors zu verschenken oder
zu verkaufen, wo ihnen ein langer Leidensweg bevorsteht.
Ein
Minimum an Prävention
Kastrieren hilft, die Welle der Übervölkerung einzudämmen. Es macht
Tiere nicht dick und faul, schadet ihrer Gesundheit nicht und ändert auch
nicht ihre Persönlichkeit, wie mancher fälschlicherweise annimmt.
Kastration vermindert nicht nur den Stress und das Unbehagen, dem
weibliche Tiere während ihrer Hitze ausgesetzt sind, sondern verhindert
auch noch die Entstehung von Gebärmutterkrebs und reduziert in großem Maße
die Chancen für Krebs am Gesäuge. Kastrieren verringert bei männlichen
Tieren den Drang, herumzustreuen oder Kämpfe auszufechten; es trägt auch
zur Verhinderung von Hodenkrebs bei. (2)
Weibliche Hunde und Katzen sollten etwa im Alter von sechs Monaten
kastriert werden. Männliche Tiere sollten etwa im Alter von sechs bis
neun Monaten kastriert werden. Allerdings kann das Kastrieren,
unbedenklich in fast jedem Erwachsenenalter durchgeführt werden. Manche
Tierheime kastrieren schon früher, was für die Tiere unter Umständen
weniger Stress bedeutet. (3) Nach den Operationen brauchen die Tiere nur
eine paar Tage, um sich wieder vollständig zu erholen.
PETA wünscht sich eine Verordnung, die das Kastrieren von Hunden und
Katzen verpflichtend für jeden Tierbesitzer macht, es sei denn, ein
Tierarzt hat festgestellt, dass der chirurgische Eingriff die Gesundheit
des Tieres gefährden würde. Bis dorthin appellieren wir an die Vernunft
und das Gewissen jedes Tierbesitzers, sich durch Kastration seines Tieres
am Tierschutz zu beteiligen. In Österreich verlangt das
Bundestierschutzgesetz übrigens bereits seit 2005, dass freilaufende
Katzen kastriert werden müssen.
(1) Carol
Moulton, "Animal Shelters: Changing Roles," The Animals' Agenda,
May 1988, pp 14-15.
(2)
"The Facts About Spaying and Neutering,"
Alexandria
Animal Shelter,
Alexandria
,
Va.
(3) Kim
Bartlett, "Early Neutering Begun by Some Shelters," The Animals'
Agenda, May 1988, p. 21.
Mit freundlicher Genehmigung von Peta
Peta
beschreibt die Wichtigkeit von eine Kastration sehr gut und
verständlich. Auch
wir möchten in Zukunft mehr Kastrationen auf Kreta durchführen. Leider
fehlen uns hierzu die finanziellen Mittel. Aus diesem Grund bitten wir um
Spenden um in der Zukunft mehr Kastrationen durchführen zu können. Entgegen
aller Vermutungen ist die Population der Straßentiere auf Kreta nicht in
erster Linie durch die Verpaarung untereinander zurückzuführen, sondern
auf die meisten Privathunde. Gerade in südlichen Ländern hat ein Hund
einen ganz anderen Stellenwert wie in Deutschland, so leben dort die
wenigsten Tiere im Haus, sondern vor dem Haus - an Olivenbäumen
festgekettet, als Tonnenhunde, im Zwinger - oder wenn sie Glück haben,
frei auf dem Grundstück. Mit den Tieren wird i. d. R. nicht spazieren
gegangen, sondern sie können alleine spazieren gehen und währenddessen
natürlich für Nachwuchs sorgen. Es gehen dort nicht alle Menschen so mit
ihren Tieren um, viele würden ihre Tiere auch gerne kastrieren lassen,
aber oft fehlen hierzu die finanziellen Mittel und genau diese Menschen
möchten wir, mit Ihrer Hilfe, unterstützen. So
haben wir uns überlegt, dass wir, sofern es uns finanziell möglich ist,
die Hälfte der Kastrationskosten übernehmen, so dass diese Menschen
lediglich zwischen 40-100 Euro dazu zahlen müssen. Bitte
übernehmen Sie einen Teil der Kastrationspatenschaft
-
unsere
Kontodaten erhalten Sie in der Rubrik "So helfen Sie"
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